Seit dem 8. Februar 2026 ist die Fabric Copilot Capacity in Power BI in allen Microsoft-Tenants standardmäßig aktiviert – und das bedeutet: KI läuft, auch wenn niemand bewusst den Schalter umgelegt hat. Wer jetzt nicht prüft, wer in seinem Unternehmen mit dieser Funktion experimentiert, riskiert unkontrollierte Kosten und ein Budget, das still und leise kleiner wird.

Was ist die Fabric Copilot Capacity in Power BI – und warum ist sie plötzlich überall aktiv?

Microsoft hat die Fabric Copilot Capacity zum 8. Februar 2026 in allen Tenants per Default aktiviert. Das bedeutet konkret: Jeder Nutzer mit entsprechenden Berechtigungen kann Copilot-Funktionen in Power BI und Microsoft Fabric nutzen – ohne dass ein Administrator aktiv zugestimmt hat. Die Funktion war vorher optional. Jetzt läuft sie. Und sie verbraucht Kapazität, die jemand bezahlt.

Das ist technisch bequem und aus Nutzerperspektive verlockend. Wer Berichte erstellt, bekommt KI-Unterstützung direkt ins Werkzeug geliefert. Wer Fragen an seine Daten stellt, bekommt Antworten auf Knopfdruck. Aber bequem heißt nicht kostenlos – und automatisch heißt nicht automatisch genehmigt.

Power BI Copilot und Kapazitätsverbrauch: Was läuft da eigentlich im Hintergrund?

Copilot in Power BI und Microsoft Fabric arbeitet auf Basis von Azure OpenAI-Diensten. Jede Anfrage, jede KI-generierte Zusammenfassung, jeder automatisch erstellte Berichtsentwurf erzeugt Verarbeitungsaufwand – und dieser Aufwand schlägt sich in der genutzten Fabric-Kapazität nieder. Wer eine F64-Kapazität betreibt, zahlt entsprechend mehr, wenn Copilot aktiv genutzt wird. Wer eine kleinere Kapazität betreibt, bemerkt möglicherweise Performance-Einbußen an anderer Stelle.

Das eigentliche Problem: Viele IT-Verantwortliche und Controlling-Teams wissen gar nicht, dass diese Kapazitäten gerade genutzt werden. Der Verbrauch erscheint im Microsoft Fabric Capacity Metrics App, aber nur wer aktiv nachschaut, sieht es. Und wer nicht nachschaut, merkt es erst auf der Rechnung.

Power BI Governance: Wer bei Ihnen gerade mit KI experimentiert – und auf wessen Kosten?

Das ist keine rhetorische Frage. In vielen mittelständischen Unternehmen gibt es mehrere Power-BI-Nutzer, oft über verschiedene Abteilungen verteilt. Vertrieb, Controlling, Einkauf, Geschäftsführung – alle arbeiten mit Berichten, alle haben potenziell Zugang zu Copilot. Und weil die Funktion jetzt automatisch aktiv ist, braucht es keine bewusste Entscheidung mehr, um sie zu nutzen.

Das bedeutet: Jemand in Ihrem Unternehmen experimentiert gerade mit KI – möglicherweise sinnvoll, möglicherweise nicht. Und das Budget dafür kommt aus einer Kapazität, die zentral gebucht und bezahlt wird. Die Frage, wer das genehmigt hat, bleibt dabei oft offen. Gute Power-BI-Governance beginnt genau an dieser Stelle: bei Transparenz darüber, wer was nutzt und warum.

Was Sie jetzt konkret prüfen sollten – Schritt für Schritt

Zuerst: Öffnen Sie das Microsoft 365 Admin Center und prüfen Sie, ob Copilot in Fabric für Ihren Tenant aktiviert ist. Das erledigen Sie unter „Einstellungen“ im Power BI Admin-Portal. Dort sehen Sie, ob die Fabric Copilot Capacity eingeschaltet ist und welche Nutzergruppen Zugriff haben.

Dann: Schauen Sie sich die Fabric Capacity Metrics App an. Sie zeigt Ihnen, welche Workloads wie viel Kapazität verbrauchen – inklusive Copilot-Aktivitäten. Wer dort erstmals hineinschaut, erlebt manchmal eine unangenehme Überraschung.

Außerdem: Sprechen Sie mit Ihren Power-BI-Nutzergruppen. Wissen sie, dass Copilot aktiv ist? Nutzen sie es bewusst? Gibt es eine interne Abstimmung darüber, welche KI-Funktionen erlaubt und erwünscht sind? Wenn nicht, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, diese Gespräche zu führen.

Und schließlich: Entscheiden Sie bewusst. Copilot in Power BI kann echten Mehrwert liefern – schnellere Berichte, bessere Zusammenfassungen, niedrigere Einstiegshürde für Datenanalyse. Aber diese Entscheidung sollte aktiv getroffen werden, nicht durch einen Microsoft-Default.

Power BI Beratung für den Mittelstand: Kontrolle zurückgewinnen, Kosten steuern

betterprojects unterstützt mittelständische Unternehmen dabei, Power BI strukturiert einzusetzen – nicht nur technisch, sondern auch organisatorisch. Das bedeutet: klare Rollenkonzepte, saubere Governance-Strukturen und ein realistischer Blick auf Kosten und Nutzen von KI-Funktionen wie Copilot.

Wer Power BI bisher als Reporting-Werkzeug betreibt und jetzt plötzlich mit Fabric Copilot Capacity konfrontiert wird, braucht keine Panik – aber er braucht Orientierung. Wo läuft was? Wer nutzt was? Was kostet das wirklich? Diese Fragen lassen sich beantworten, und zwar schneller, als die meisten erwarten.

Wenn Sie wissen möchten, ob Ihre aktuelle Fabric-Kapazität zur tatsächlichen Nutzung passt – und ob Copilot bei Ihnen sinnvoll eingesetzt wird oder einfach nur läuft – dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt für ein Gespräch. betterprojects steht Ihnen dabei zur Seite.

Häufige Fragen zu Power BI und Fabric Copilot Capacity

Ist die Fabric Copilot Capacity bei mir automatisch aktiv?

Ja. Seit dem 8. Februar 2026 aktiviert Microsoft die Fabric Copilot Capacity in allen Tenants per Default. Sie müssen nichts tun, damit sie läuft – und genau das ist das Problem. Prüfen Sie Ihre Admin-Einstellungen aktiv.

Entstehen durch Copilot in Power BI automatisch Zusatzkosten?

Copilot verbraucht Fabric-Kapazität. Wer diese Kapazität bereits bezahlt, zahlt keinen direkten Aufpreis – aber die Kapazität wird stärker ausgelastet. Wer zu wenig Kapazität hat, riskiert Performance-Probleme oder zusätzliche Kosten.

Kann ich Copilot für bestimmte Nutzer deaktivieren?

Ja. Im Power BI Admin-Portal können Sie Copilot-Funktionen für bestimmte Sicherheitsgruppen einschränken oder vollständig deaktivieren. So behalten Sie die Kontrolle darüber, wer KI-Funktionen nutzen darf.

Wie sehe ich, wie viel Kapazität Copilot bei mir verbraucht?

Die Microsoft Fabric Capacity Metrics App zeigt Ihnen den Kapazitätsverbrauch aufgeschlüsselt nach Workloads. Dort finden Sie auch Copilot-bezogene Aktivitäten – vorausgesetzt, Sie schauen aktiv nach.

Brauche ich Power BI Premium, damit Copilot funktioniert?

Copilot in Microsoft Fabric setzt eine Fabric-Kapazität voraus, also mindestens F64. Power BI Premium Per User (PPU) reicht dafür nicht aus. Prüfen Sie, welche Lizenz- und Kapazitätsstruktur Sie aktuell betreiben.