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    Startseite » Datenschutz-Folgenabschätzung Schwarmwissen

    Rechtliches

    Datenschutz-Folgenabschätzung Schwarmwissen

    betterFLOW bildet aus den Daten vieler Kunden anonymisierte, aggregierte Erfahrungswerte („Schwarmwissen“). Diese Folgenabschätzung nach Art. 35 DSGVO beschreibt die Verarbeitung, bewertet die Risiken und legt die Maßnahmen fest, unter denen der Schwarmdienst betrieben wird.

    Stand: 27. Oktober 2026bettERProjects GmbHArt. 35 DSGVOGeltung: Schwarmdienst betterFLOW
    Inhaltsverzeichnis
    1. Anlass und Pflicht
    2. Beschreibung der Verarbeitung
    3. Notwendigkeit und Verhältnismäßigkeit
    4. Risiken für Betroffene
    5. Maßnahmen und Restrisiko
    6. Ergebnis, Freigabe, Wiedervorlage
    7. Beteiligte und Konsultation
    8. Änderungshistorie
    Worum es geht

    Teilnehmende Kunden tragen zum Schwarmwissen ausschließlich Muster-Extrakte bei: Kategorien, Zählungen, Verhältnisse und Verteilungskennzahlen, ohne Namen, Einzelbelege oder Beträge. Rohdaten verlassen den Mandanten nie. Diese Seite ist die vollständige Folgenabschätzung, auf die der Auftragsverarbeitungsvertrag und die Zusatzvereinbarung Schwarmwissen verweisen. Die Teilnahme ist freiwillig und jederzeit kündbar.

    01Anlass und Pflicht

    Der Schwarmdienst führt Daten aus vielen Mandanten zusammen und nutzt sie für automatisierte Vorschläge. Auch wenn die Muster-Extrakte nach ihrer Konstruktion keine personenbezogenen Daten enthalten sollen, erfüllt die Verarbeitung zwei Kriterien der Art.-29-Gruppe (WP 248) für ein voraussichtlich hohes Risiko: Zusammenführung von Datensätzen aus verschiedenen Quellen und innovative Nutzung technologischer Lösungen. Zudem stammen die Quelldaten aus Buchhaltung, Vertrieb und Service, also aus Bereichen mit personenbezogenen Daten von Geschäftspartnern und Mitarbeitern der Kunden.

    Der Anbieter führt die Folgenabschätzung daher vorsorglich durch, bevor der Schwarmdienst in Betrieb geht. Sie dient zugleich dem Nachweis gegenüber Kunden und als Grundlage für die Einschätzung, dass Extrakte nicht personenbezogen sind.

    • Verantwortlicher bettERProjects GmbH für den Schwarmdienst; die Kunden für die Erzeugung der Extrakte in ihren Mandanten (Auftragsverarbeitung nach AVV)
    • Geltungsbereich Extrakt-Erzeugung, Übermittlung, Aggregation, Rauschverfahren, Bereitstellung als Startwissen und Benchmark
    • Nicht Gegenstand KI-Funktionen je Mandant ohne Schwarmbezug

    02Beschreibung der Verarbeitung

    Zweck

    Bildung anonymisierter, aggregierter Erfahrungswerte (Kontierungsmuster, Zahlungsverhalten je Branche, Lieferzeiten, Wartungsintervalle, Servicefälle, Kalkulationsrichtwerte, Abwertungssätze, Einstellungsmuster, Klausel- und Formulierungsmuster) als Startwissen und Vergleichswert für teilnehmende Kunden.

    Ablauf in fünf Schritten

    Schritt Ort Was passiert Daten
    1 Extrakt Mandant des Kunden Monatlicher Lauf bildet je Wissensart Kategorien, Zählungen, Verhältnisse, Mediane, Quartile Rohdaten werden gelesen, nur Kennzahlen geschrieben
    2 Prüfung Mandant des Kunden Automatische Prüfung: keine Namen, Kennungen, Freitexte, absoluten Beträge; Mindestfallzahl je Kennzahl (mindestens 5) Extrakt
    3 Übermittlung Mandant → Schwarmdienst Verschlüsselte Übertragung; Mandanten-ID wird durch ein rotierendes Pseudonym ersetzt, das nur die Zuordnung zu Branche und Größenklasse erlaubt Extrakt, Pseudonym, Branche, Größenklasse
    4 Aggregation Schwarmdienst Zusammenführung je Wissensart; Freigabe nur ab Mindestgruppe (10 bis 30 Kunden je Wissensart) und Beitragsgrenze 20 %; Rauschverfahren (Differential Privacy) Aggregate
    5 Bereitstellung Schwarmdienst → Mandanten Aggregate als Startwissen (gekennzeichnet, nachrangig zu eigenem Wissen) und als Benchmark in betterREPORT Aggregate

    Datenkategorien

    In den Rohdaten (Schritt 1, Lesen): Buchungsdaten, Belege, Geschäftspartner (Firmen und Ansprechpartner), Projekte, Anlagen, Servicevorgänge, Zeitbuchungen von Mitarbeitern, Konfigurationsdaten. Darunter personenbezogene Daten von Ansprechpartnern bei Geschäftspartnern und von Mitarbeitern des Kunden.

    Im Extrakt (Schritt 2, Schreiben): ausschließlich Kategorien, Zählungen, Verhältnisse und Verteilungskennzahlen. Keine Identifikatoren, keine Einzelfälle, keine Freitexte, keine absoluten Beträge. Mitarbeiterbezogene Kennzahlen werden nur über alle Mitarbeiter des Mandanten aggregiert, nie je Person.

    Betroffene, Empfänger, Dauer, Technik

    • Betroffene Ansprechpartner bei Geschäftspartnern der Kunden; Mitarbeiter der Kunden; mittelbar die Kunden selbst (Geschäftsgeheimnisse)
    • Empfänger Schwarmdienst (Anbieter); Microsoft Azure, Region Germany West Central, als Unterauftragsverarbeiter nach AVV; kein Drittlandtransfer
    • Speicherdauer Extrakte bis Beendigung der Teilnahme plus 30 Tage; Aggregate werden mindestens monatlich ersetzt; Aggregate unter Mindestgruppe werden gelöscht
    • Technik Extrakt-Erzeugung in der betterFLOW-Plattform; Schwarmdienst als getrennter Dienst mit eigener Datenbank und eigenen Zugangsdaten; kein Netzwerkpfad zu Mandantendatenbanken

    03Notwendigkeit und Verhältnismäßigkeit

    1. Rechtsgrundlage. Die Extrakt-Erzeugung im Mandanten erfolgt im Auftrag des Kunden (Art. 28 DSGVO, AVV). Soweit die Extrakte als anonym gelten, unterliegt die weitere Verarbeitung nicht der DSGVO. Hilfsweise stützt sich der Kunde auf Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO: Verbesserung betriebswirtschaftlicher Entscheidungen durch Erfahrungswerte; die Interessen der Betroffenen wiegen gering, weil keine Einzelperson in einem Extrakt erkennbar ist und keine Entscheidung über eine Person getroffen wird.
    2. Datenminimierung. Der Zweck erfordert keine Einzeldaten. Das Design (Kennzahlen statt Datensätze, lokale Vorverarbeitung, Mindestfallzahl im Extrakt) schließt Einzeldaten konstruktiv aus. Ein milderes Mittel mit gleichem Nutzen ist nicht ersichtlich: Ohne Zusammenführung kein Schwarmwissen; ohne Aggregation keine Anonymität.
    3. Zweckbindung. Vertraglich und technisch auf Startwissen und Benchmarks beschränkt. Kein Training von Sprachmodellen, keine Weitergabe an Dritte.
    4. Transparenz. Kunden sehen jeden Extrakt vor und nach Übermittlung, können Wissensarten einzeln ausschließen und erhalten jährlich Bericht und Prüfergebnis. Betroffene werden über den Textbaustein für das Verarbeitungsverzeichnis des Kunden informiert; ihre Rechte richten sich an den Kunden und betreffen die Rohdaten.
    5. Freiwilligkeit. Teilnahme nur per Opt-in in eigener Zusatzvereinbarung, monatlich kündbar; die KI-Funktionen sind auch ohne Teilnahme nutzbar. Der Anreiz (Credits, Benchmarks) ist ein Vorteil, keine Benachteiligung bei Nichtteilnahme.

    04Risiken für Betroffene

    Bewertung vor Maßnahmen. Eintrittswahrscheinlichkeit und Schwere jeweils dreistufig (gering, mittel, hoch).

    Nr. Risiko Betroffene Wahrsch. Schwere Risiko
    R1 Re-Identifikation eines Kunden aus einem Aggregat (z. B. einziger Betrieb einer Branche in einer Größenklasse) Kunde, mittelbar dessen Partner mittel hoch hoch
    R2 Re-Identifikation einer Person (Ansprechpartner, Mitarbeiter) aus einem Extrakt Personen gering hoch mittel
    R3 Fehler in der Extrakt-Erzeugung überträgt Rohdaten (Freitext, Name, Betrag) Personen, Kunde mittel hoch hoch
    R4 Differenzangriff: Vergleich zweier Aggregate vor und nach Beitritt oder Austritt eines Kunden Kunde mittel mittel mittel
    R5 Mitarbeiterbezogene Leistungskennzahlen entstehen indirekt (Zeit je Einheit bei Kleinstbetrieb mit einem Mitarbeiter) Mitarbeiter mittel hoch hoch
    R6 Zweckentfremdung der Extrakte durch den Anbieter oder Unterauftragnehmer Personen, Kunde gering hoch mittel
    R7 Unbefugter Zugriff auf den Schwarmdienst Kunde gering mittel gering
    R8 Fehlerhafte Startwerte führen zu falschen Vorschlägen beim Kunden (Vertrauensrisiko) Kunde mittel gering gering
    R9 Kunde kann nach Kündigung seinen Beitrag nicht entfernen lassen Kunde gering mittel gering
    R10 Betroffene erfahren nichts von der Verarbeitung Personen mittel gering gering

    05Maßnahmen und Restrisiko

    Nr. Maßnahmen Nachweis Restrisiko
    R1 Mindestgruppe je Wissensart (10 bis 30 Kunden); Beitragsgrenze 20 % je Kunde; Branche und Größenklasse nur in Stufen mit mindestens 10 Teilnehmern, sonst Zusammenlegung; Differential Privacy mit ε von höchstens 1,0 Freigabeprüfung im Schwarmdienst protokolliert; Jahresprüfung nach Prüfplan, Beirat bestätigt gering
    R2 Extrakt enthält konstruktiv keine Identifikatoren; Mindestfallzahl 5 je Kennzahl; personenbezogene Kennzahlen nur über alle Mitarbeiter aggregiert Schema-Prüfung des Extrakts (Whitelist der Felder), automatischer Testsatz gering
    R3 Extrakt-Schema als Whitelist: nur numerische Kennzahlen und Kategorien aus festem Katalog; Prüfung vor Übermittlung im Mandanten; Abbruch und Meldung bei Verletzung; Unit-Tests je Wissensart; Vier-Augen-Review jeder Änderung am Extrakt-Code Testprotokolle, Code-Review-Nachweis, Abbruchprotokoll gering
    R4 Rauschverfahren mit Privacy-Budget je Kunde und Zeitraum; Neuberechnung nach Austritt erst nach 90 Tagen gesammelt; Aggregate nur mit Rundung auf definierte Stufen Dokumentation der ε-Budgets, Berechnungsprotokoll gering bis mittel
    R5 Kennzahlen mit Mitarbeiterbezug werden nur aus Mandanten mit mindestens 5 buchenden Mitarbeitern extrahiert; sonst wird die Wissensart für diesen Mandanten automatisch ausgeschlossen Extrakt-Regel, Testsatz gering
    R6 Vertragliche Zweckbindung; technisch kein Export aus dem Schwarmdienst außer Aggregaten; Zugriff nur für zwei benannte Administratoren mit Mehr-Faktor-Authentifizierung; Unterauftragnehmer nur nach AVV in der EU Rollenkonzept, Zugriffsprotokoll, AVV-Liste gering
    R7 Getrenntes Netzsegment, eigene Zugangsdaten, Verschlüsselung bei Übertragung und Speicherung, Azure-Sicherheitsbaseline, Protokollierung aller Zugriffe Azure-Konfigurationsnachweis, Penetrationstest vor Inbetriebnahme gering
    R8 Startwissen immer nachrangig zu eigenem Wissen, gekennzeichnet, mit Gruppengröße; Konfidenzschwellen; Vorschlag nie Automatik Kennzeichnung in der Oberfläche, Protokoll gering
    R9 Löschung der Extrakte in 30 Tagen, Neuberechnung in 90 Tagen, schriftliche Bestätigung Löschprotokoll gering
    R10 Textbaustein für das Verarbeitungsverzeichnis des Kunden; Hinweis in dessen Datenschutzinformation für Geschäftspartner (Muster vom Anbieter) Bereitgestellte Muster gering

    Gesamtbewertung nach Maßnahmen: Kein Risiko verbleibt auf „hoch“. R4 bleibt „gering bis mittel“, weil Differenzangriffe theoretisch möglich bleiben; das Privacy-Budget begrenzt den Informationsgewinn eines Angreifers nachweisbar. Eine Konsultation der Aufsichtsbehörde nach Art. 36 DSGVO ist nicht erforderlich.

    06Ergebnis, Freigabe, Wiedervorlage

    Ergebnis. Der Schwarmdienst kann unter den Maßnahmen aus Abschnitt 5 betrieben werden. Die Einschätzung, dass Muster-Extrakte keine personenbezogenen Daten enthalten, ist durch Konstruktion (Whitelist-Schema, Mindestfallzahlen, Aggregation) und durch das Rauschverfahren begründet; sie wird jährlich bestätigt.

    Bedingungen vor Inbetriebnahme

    1. Extrakt-Schema als Whitelist implementiert und mit Testsatz je Wissensart geprüft
    2. Rauschverfahren mit dokumentierten ε-Werten je Wissensart umgesetzt
    3. Mindestgruppen und Beitragsgrenze im Freigabeschritt erzwungen
    4. Schwarmdienst in eigenem Netzsegment, Penetrationstest bestanden
    5. Mindestens 30 teilnehmende Kunden mit unterzeichneter Zusatzvereinbarung
    6. Prüfplan für die Jahresprüfung liegt vor, Beirat gewählt
    7. Textbausteine für Verarbeitungsverzeichnis und Datenschutzinformation der Kunden bereitgestellt
    • Freigabe Jürgen Hauck, Geschäftsführer bettERProjects GmbH
    • Wiedervorlage jährlich; zusätzlich bei jeder neuen Wissensart, bei Änderung der Mindestgruppen oder ε-Werte, bei Wechsel des Cloud-Betreibers und bei jedem Vorfall

    07Beteiligte und Konsultation

    • Verantwortlicher Geschäftsführung bettERProjects GmbH: Freigabe, Restrisiko-Entscheidung
    • Datenschutzbeauftragter nicht bestellt, Pflicht nach Art. 37 DSGVO geprüft; Ansprechpartner Datenschutz: Jürgen Hauck
    • Technische Leitung Architektur, Extrakt-Schema, Rauschverfahren
    • Entwicklung Umsetzung, Tests
    • Kundenvertreter Schwarm-Beirat nach Wahl; Standpunkt der Betroffenen nach Art. 35 Abs. 9 DSGVO; vor Inbetriebnahme Stellungnahme von mindestens drei Pilotkunden
    • Cloud-Betrieb Microsoft Azure (Unterauftragsverarbeiter): Sicherheitsnachweise, Region

    Konsultation der Betroffenen. Vor Inbetriebnahme werden die Pilotkunden um Stellungnahme zu den Abschnitten 2 und 5 gebeten. Einwände und ihre Behandlung werden in dieser Folgenabschätzung dokumentiert.

    Fragen zu dieser Folgenabschätzung beantworten wir direkt: datenschutz@betterprojects.de oder 0800 17 11 1974.

    08Änderungshistorie

    • 27.10.2026 Version 1.0 · Erstfassung

    bettERProjects
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    betterTeam

    Jürgen Hauck

    Geschäftsführer · bettERProjects GmbH

    Ich bin Jürgen – Unternehmer, Entwickler und Mentor mit einer breiten akademischen und beruflichen Basis. Mit einem Master in Business Consulting (M.BC.), einem Diplom in Wirtschaftsinformatik (DH) sowie Abschlüssen als Bankkaufmann, zertifizierter Immobilienmakler (IHK), IHK-Ausbilder, Datenschutzbeauftragter und Scrum Master bringe ich technisches Know-how und betriebswirtschaftliches Denken zusammen – und lerne nie aus: Aktuell vertiefe ich mein Wissen mit dem Studium zum Legal Management (LLM) im Bereich Unternehmensrecht.

    Was mich antreibt, ist nicht der nächste Auftrag – sondern der nächste Durchbruch. Ich glaube daran, dass echte Wirkung entsteht, wenn man junge, hungrige Talente findet, sie konsequent fördert und gemeinsam etwas aufbaut. Genau das tue ich mit betterstudent.fun – einem Projekt, das Mentoring für angehende Unternehmer und Entwickler greifbar macht. Aus gutem Mentoring kann eine Ausgründung werden. Das ist kein Zufall – das ist das Ziel.

    Mein Blick geht dabei zunehmend über den deutschsprachigen Raum hinaus: Ich baue aktiv Brücken nach Südafrika, um in einer kompatiblen Zeitzone mit qualifizierten, motivierten Fachkräften zusammenzuarbeiten – international, effizient und auf Augenhöhe.

    Privat bin ich Vater von drei Kindern – was mich täglich daran erinnert, dass Verantwortung kein Konzept ist, sondern gelebte Praxis.

    Jürgen Hauck
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    // 02 — wo bist du gerade?
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    Mehrfachauswahl. Auch wenn du sie noch lernst – haken setzen.

    // 04 — warum du?

    Konkrete Projekte oder Erfahrungen wirken mehr als Floskeln.

    // 05 — zeig dich

    Alles optional. Aber: zeigen schlägt erzählen.

    // 06 — kurze sicherheitsfrage

    Damit keine Bots durchkommen.

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